UNITED bedeutet GEMEINSAM
Inzwischen finden bei uns im Gym „Altes Waschhaus“ am Kreuzberger Moritzplatz jede Woche zehn Trainingseinheiten statt. Täglich trainieren zwischen 20 und 30 Sportler:innen, einige von ihnen sogar drei- bis viermal pro Woche.
Unsere jugendlichen Teilnehmer:innen haben ganz unterschiedliche Geschichten, Motivationen und Ziele. Sie stammen aus knapp 20 verschiedenen Ländern – manche sind hier geboren, viele haben ihre Heimat verlassen und in Deutschland neu anfangen müssen. Doch sobald das Training beginnt, treten Herkunft, Sprache und Biografie in den Hintergrund. Was dann zählt, ist der gemeinsame Sport.
Es berührt uns immer wieder zu sehen, wie Menschen durchs Boxen zusammenfinden. In unserer Halle begegnen sich alle mit Respekt, Offenheit und gegenseitiger Wertschätzung. Obwohl Boxen ein Einzelsport ist, kämpft hier niemand allein. Die Sportler:innen unterstützen sich gegenseitig, helfen einander dabei, ihre Ziele zu erreichen, und schließen Freundschaften, die oft weit über das Training hinaus Bestand haben.
Im Training verlangen die Sportler:innen einander alles ab. Sie gehen an ihre Grenzen, motivieren sich gegenseitig und wachsen gemeinsam über sich hinaus. Und wenn jemand in den Ring steigt, steht immer das ganze Team hinter ihr oder ihm.
Als Trainer:innen erleben wir jeden Tag viele kleine Momente, die uns zeigen, welche Kraft in Gemeinschaft steckt. Die Jugendlichen helfen sich gegenseitig, lachen miteinander, geben nicht auf und ziehen andere mit, wenn deren Kraft nachlässt. In unserer Halle erleben wir jeden Tag ein Stück von der Welt, wie sie sein könnte – respektvoll, solidarisch und verbunden. Unser Förderpartner Beyond Sport porträtiert genau das alles in einem Beitrag zum Weltflüchtlingstag (in englischer Sprache).
Wir sind sehr dankbar für die positive Energie und die klare Haltung unserer Sportler:innen. Und wir hoffen, dass diese Haltung nicht an der Hallentür endet, sondern von unseren Sportler:innen hinaus in den Alltag und in die Gesellschaft getragen wird.